good night vietnam

vietnam hat bisher keinen so guten eindruck hinterlassen.

nach überquerung der grenze hat direkt der taifun (bzw tropensturm) krosa reingehaun und ordentlich regen abgelassen. im bus die mütze verloren oder geklaut. dass ich ab und zu mal was liegen lasse, ist mir ja klar. dies war jedoch äußerst seltsam. auf einmal weg, naja.

kurz vor hue dann irgendwo im nichts bei strömenden regen ausm bus gelassen und mit nem moped in die stadt richtung guesthouse areal gefahren. 2 dollar, is ok. der erste typ der mir entgegenkam hat mich gefragt: “marihuana? kokain? ladies?” da mir alles nicht so wirklich zugesagt hat, hab ich ihn dann stehen lassen. bis ich nen hotel gefunden hab, dass mir irgendwie zugesagt hat, haben mich noch 3,4 leute nach obigen dingen gefragt.

gestern morgen beim ersten rundgang hab ich dann neben den üblichen fragen wie “marihuana? motorbike? where do you go?” nen älteren mann getroffen, der sich mir als lehrer vorgestellt. auf die frage woher ich komme, meinte er, er hat familie in bonn. ob ich nicht mit ihm mittag essen gehen wolle, nen bierchen trinke, bisschen quatschen, er zeigt mir seine familie usw. es war mir ein wenig suspekt, aber nicht völlig. da ich ja doch an das gute im menschen glaube, dachte ich, es können ja nicht alle nur mein geld wollen. ob ich denn euro hätte, da er seiner tochter gerne einmal euro münzen zeigen wolle? ne sorry, nur vietnamesische dong. ich hab mich dann letztlich verabschiedet, weil ich mir ein paar sachen anschauen wolle. er könne mich mit seinem motorbike fahren? ach nee, ich will laufen… nun gut, auf wiedersehen.

heute hab ich dann auf wikitravel folgendes gelesen:

Be suspicious of locals asking where you are from and then claiming to have family living there. The scam goes something like this. They will ask you to sit down for lunch/dinner with them and talk. After eating they will offer to pay for the meal and just ask that you buy them a local bottle of wine to drink at their temple. When you arrive at the local store the shop owner will say the wine is 7,000 dong and then when you attempt to pay she will say 700,000. Be suspicious also of women that need to change euro coins into dollars. After counting several times ther amount of euros, they try to keep some coins when they give you the money to change.

im nachhinein betrachtet, hätte mir die ganze geschichte schon merkwürdig vorkommen sollen. die tatsache, dass jeder jeden alters (alte runzlige opis und omis verkaufen essen auf der strasse. rentenalter 67? haha) hier irgendwie arbeitet oder sonstwie unterwegs ist, sollte aufhorchen lassen, wenn jemand die zeit hat, um sich mit touris einfach mal ein paar stunden hinzusetzen und zu quatschen…

ich finds insgesamt sehr schade, da ich das gefühl hab, hier niemandem trauen zu können. vorhin hab ich gemerkt, dass ich nur noch knapp 50 von den 100 eu in meiner patte hab. wie ich allerdings an einem tag 50 eu ausgeben kann, ist mir ein rätsel. vermutlich habe ich irgendwann mal mit nem 500.000 schein anstatt 50.000 bezahlt und nichts gemerkt.

nach den entspannten 2 wochen auf don det mit den ruhigen, zurückhaltenden laotischen menschen ist dies hier schon ne ziemliche umstellung. morgen nach hoi an, alte gut erhaltene hafenstadt mit unesco kulturerbe zertifikat. ich hoffe, dort wird sich mein bild von vietnam ein wenig bessern.

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